Nach dem ereignisreichen Saisonauftakt in Spanien ging es für unser Team weiter nach Kroatien zur FS Alpe Adria – diesmal mit einem etwas anderen Fokus. Da wir kein neues Monocoque gebaut haben, sind wir in diesem Jahr in der Concept Class angetreten. Das hat uns die Freiheit gegeben, den Event ganz bewusst als das zu nutzen, was er für uns sein sollte: eine riesige Lernbühne für unsere neuen Teammitglieder.
Scrutineering: Neue Gesichter übernehmen Verantwortun
Statt wie gewohnt auf die erfahrensten Köpfe im Team zu setzen, haben wir unseren neuen Mitgliedern bewusst den Vortritt gelassen und sie selbstständig durch die Scrutineering-Stationen geführt. Ein besonderes Detail am Rande: Gleich sechs unserer langjährigen Teammitglieder waren bei diesem Event selbst als Scrutineers im Einsatz – auf der anderen Seite des Tisches sozusagen. Ein schönes Zeichen dafür, wie eng die Formula-Student-Community zusammenhält.
Statische Disziplinen: Erfahrung sammeln statt Punkte jagen
Auch bei den statischen Events stand die Lernkurve klar im Vordergrund. Unsere neuen Teammitglieder haben die Präsentationen und Jurygespräche selbst übernommen – begleitet, aber nicht vorgeführt. Ziel war nicht die Bestplatzierung, sondern dass jede und jeder Einzelne mit mehr Selbstvertrauen und Praxiserfahrung aus Kroatien zurückkommt, als sie oder er gekommen ist.
Dynamische Disziplinen: Sichtbare Fortschritte auf der Strecke
In den Dynamics sind wir selbstverständlich ebenfalls angetreten. Da für die Concept Class noch keine offiziellen Zeiten und Platzierungen veröffentlicht wurden, können wir an dieser Stelle noch keine konkreten Ergebnisse nennen – aber die Entwicklung während des Wochenendes konnte sich sehen lassen:
- Skidpad: Genau hier haben wir unsere neuen Fahrerinnen und Fahrer ans Auto herangeführt. Vom ersten bis zum vierten Run war eine deutliche, kontinuierliche Steigerung der Rundenzeiten zu beobachten – Lernkurve wie gewünscht.
- Acceleration: Wir konnten Zeiten unter 4 Sekunden erzielen – ein Ergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sind.
- Autocross: Auch hier waren die erzielten Zeiten mehr als zufriedenstellend.
- Endurance: Leider hat uns hier erneut das Pech ereilt. Der gleiche Softwarefehler, der uns bereits in Spanien im Endurance gestoppt hat, führte auch in Kroatien zum Abbruch und damit zu einem DNF. Ärgerlich – aber auch ein klarer Auftrag an unser Software-Team für die kommenden Wochen.
Fazit: Ein Event unter besonderen Vorzeichen – und trotzdem ein Gewinn
Wir sind bewusst unter besonderen Umständen angetreten, und nicht jedes Ergebnis lief so, wie wir es uns erhofft hätten. Trotzdem ziehen wir ein rundum positives Fazit: Wir nehmen jede Erfahrung – auch die schmerzhaften – als das, was sie ist: eine Learning Experience. Und am Ende zählt vor allem eines: Wir sind froh, unseren Boliden auf der Strecke gesehen zu haben, und noch mehr darüber, wie viele neue Teammitglieder in Kroatien den nächsten großen Schritt in ihrer Formula-Student-Reise gemacht haben.
Mit einem abgeschlossenen Event in Kroatien im Gepäck sind wir jetzt schon auf dem Weg zur nächsten Station: FS France wartet auf uns!








