Nach zwei erfolgreichen Stationen in Spanien und Kroatien ging es für uns weiter nach Frankreich – dem dritten und vorerst letzten Event unserer Saison. Auch hier sind wir, wie schon in Kroatien, nicht in der General EV Class, sondern in der Open Class angetreten. Und auch dieses Mal stand für uns die Weiterentwicklung des Teams klar im Fokus.
Scrutineering: Drei von vier Stationen gemeistert
Die Abnahmen für Akku, E-Technik und Mechanik haben wir alle erfolgreich bestanden – ein gutes Zeichen dafür, dass der Bolide technisch solide aufgestellt ist. Was uns in Frankreich jedoch zum Verhängnis wurde, war eine Station, die uns bei den ersten beiden Events keinerlei Probleme bereitet hat: der Rain Test.
Der Regen-Albtraum
So paradox es klingt: Ausgerechnet die Disziplin, die bei FS Spain und FS Alpe Adria reibungslos verlief, wurde in Frankreich zu unserer größten Hürde. Trotz mehrerer Versuche, das Fahrzeug abzudichten, drang immer wieder Wasser in den Akkukasten ein – und damit war der Test für uns nicht zu bestehen. Nach insgesamt drei Anläufen haben wir als Team gemeinsam entschieden, keinen weiteren Versuch mehr zu unternehmen und vom Event zurückzutreten.
Vor Ort standen uns schlicht nicht die gleichen Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung wie in unserer Werkstatt zuhause – ein Umstand, mit dem wir in diesem Moment leben mussten. Das bedeutete leider auch: Lilly hat es in Frankreich nicht auf die Strecke geschafft.
Eine bittere, aber lehrreiche Erfahrung
Diese Nachricht schmerzt, keine Frage. Nach den kleinen und großen Erfolgen der ersten beiden Events war das ein Rückschlag, den wir uns anders gewünscht hätten. Aus jedem Rückschlag lässt sich aber lernen, und genau das nehmen wir aus Frankreich mit: Wir wissen jetzt genau, wo unser Fahrzeug in Sachen Wasserdichtigkeit nachgebessert werden muss, und werden alles daransetzen, Lilly rechtzeitig für unser After-Season-Testing wieder fahrbereit zu machen.
Der eigentliche Erfolg: Ein gewachsenes Team
So enttäuschend das Ergebnis auf dem Papier ist – als Team sind wir aus dieser Saison gestärkt hervorgegangen. Unsere Neuzugänge der letzten beiden Semester haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten hervorragend eingearbeitet und viel praktische Erfahrung an drei internationalen Events sammeln können. Genau diese Entwicklung ist es, die uns trotz der Rückschläge zuversichtlich nach vorne blicken lässt.










